neue autorität –

autorität ohne gewalt –

autorität durch beziehung

stärke statt macht

Elterncoaching und Beratungen im Umgang mit Gewalt in Institutionen und Schulen nach Konzepten von Haim Omer und Arist von Schlippe

Früher galt die Autorität von Eltern, Lehrpersonen und anderen Autoritätspersonen als uneingeschränkte Macht, die notfalls auch mit Gewalt eingefordert werden konnte. Im Zuge der 68-er Bewegung und der Welle der antiautoritären Erziehung wurde jegliche Autorität verteufelt. Dies führte bei Erziehenden zu Verunsicherung, Eltern und Lehrpersonen getrauten sich nicht mehr, klare Grenzen zu setzen oder etwas ohne lange Diskussionen von den Kindern zu verlangen.. Kinder ohne Grenzen fühlen sich unsicher und haltlos, sie können sich sozial nicht einfügen und werden oft gewalttätig.

 

Auf diesen Erkenntnissen und auf den Grundlagen des gewaltlosen Widerstandes bauen Haim Omer und Arist von Schlippe ihre Konzepte auf. Erziehende lernen, ihre Autorität und Verantwortung zum Wohle der Kinder wahrzunehmen. Wichtiger als Erziehungsmethoden sind dabei die Haltung und die Beziehung zu den Kindern. Kindern brauchen Liebe und Fürsorge, gerade auch in schwierigen Phasen ist es wichtig, immer wieder nach guten gemeinsamen Erlebnissen zu suchen. Kinder brauchen Freiräume aber auch Grenzen. Hier stütze ich mich auf die Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes:

  • Hartnäckigkeit und Standhaftigkeit gegenüber erpresserisch gestellten Forderungen der Kinder.
  • Die Bereitschaft, auf körperliche oder verbale Gewalt absolut zu verzichten, das heisst weder Schlagen noch Drohen, Beschimpfen, Beleidigen oder Beschuldigen.
  • Die Bereitschaft und Entschiedenheit, eine Lösung zu finden, in der das Kind sich weder gedemütigt noch besiegt fühlt.
  • Präsent und klar bleiben, nicht aufgeben, auch wenn es schwierig ist.

Ich arbeite mit Eltern daran, ihre Präsenz im Leben des Kindes wiederherzustellen. Ich glaube, dass eine klare und feste elterliche Präsenz das Hauptmittel ist, eine gute Beziehung zu ihrem Kind zu entwickeln. Die elterliche Autorität, die dadurch angestrebt wird, stützt sich nicht auf Macht oder Stärke, sondern auf die Entschlossenheit der Eltern, im Leben des Kindes präsent zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

 

In der Arbeit mit Schulen und Institutionen ist es mir wichtig, klare Konzepte gegen Gewalt zu entwickeln. Erziehende sollen gegenüber Gewalt nicht allein gelassen werden. Klare Konzepte auf allen Stufen helfen, dass die Einzelnen sich gegenüber Gewalt nicht ohnmächtig und hilflos fühlen, sondern Handlungsstrategien anwenden können, die von der Führung und vom Team mitgetragen werden.